Mit 3-d-Scannern Kunstwerke und Teile des Weltkulturerbes retten

Kunstwerke können leicht zerstört werden – durch Umwelteinflüsse oder bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Für einen solchen Fall wäre es gut, gerüstet zu sein. Forscher des Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung haben eine mehr als 6 Meter lange Scan-Straße entwickelt, mit der Form, Struktur, Farbe und Oberfläche eines Kunstwerks in 3-D erfasst werden können.

Zwei Scanbögen erfassen die Büste vom alle Seiten.

Zwei Scanbögen erfassen die Büste vom alle Seiten.

Skulpturen, Scherben, Fossilien, Werkzeuge und mehr können so gespeichert und dann auch wieder originalgetreu reproduziert werden. Was den 3-D-Scanner der Darmstädter durchlaufen hat, könnte von 3-Druckern ausgedruckt werden – zum Vergnügen oder zu Forschungszwecken.

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Wie man mit Biotinte und einem 3-D-Drucker Tierversuche vermeidet

Jedes Jahr sterben weltweit 100 bis 300 Millionen Wirbeltiere in Tierversuchen. Vor allem Mäuse und Ratten, aber auch Kaninchen und Hunde werden für die Entwicklung neuer Medikamente oder Therapien eingesetzt. Anschließend tötet man sie, um sie zu untersuchen.

Zellkultur statt Tierversuche 1

Viele Tierversuche könnten eingespart werden, würden die notwendigen Prüfungen an Zell- oder Gewebekulturen durchgeführt.

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Von Insekten lernen: Warum Käferflügel als Vorbild für Leichtbauelemente taugen

Im Karlsruher Institut für Technologie will man dem Geheimnis der Käferflügel auf die Spur kommen, um daraus vielleicht für den Hausbau zu lernen.  Die Forscher setzen ein neues Bild gebendes 3d-Verfahren ein, die Röntgen-Mikrotomographie. Erzeugt wird die Strahlung in einem hallengroßen Teilchenbeschleuniger. Ergebnis: ein hochauflösendes Röntgen-Video.

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Aus diesen Bilddaten erzeugen die Forscher ein Modell und errechnen ein dreidimensionales hoch auflösendes Videobild, in dem man Details von nur wenigen Mikrometern Größe des Käferflügels erkennen kann.  Das gepulste Licht enthüllt die Mikrostruktur im Innern des Flügels. Weiterlesen

Wie jedermann vom Sofa aus zum Höhlenforscher werden kann

Vor knapp 2000 Jahren dienten die Katakomben in Rom als Grabstätten. Bis heute sind nicht alle Tunnel erforscht, weil die engen Gänge teilweise einsturzgefährdet sind oder durch das radioaktive Edelgas Radon verseucht.

Für solche Einsatz-Szenarien wurde „Matilda“ entwickelt, ein selbst fahrender Roboter, der unterirdisch 3d-Karten erstellt. Forscher der Uni Bonn haben in der Unterwelt Roms „Matilda“ getestet. Ergebnis: neuartige 3d-Modelle über den Zustand der Katakomben, die vor allem für Archäologen interessant sind – aber auch für interessierte Laien. Weiterlesen

Natürliches Licht aus dem Labor: Warum es uns produktiver und zufriedener macht

vlcsnap-2015-11-25-22h34m31s231Bei der Beleuchtung von Arbeitsplätzen wird viel falsch gemacht. Das kostet nicht nur massenhaft Strom, sondern senkt auch die Produktivität der Mitarbeiter. Falsches Licht aus Bürolampen und Computerbildschirmen führt zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Kopfschmerzen. Das hat mit der unterschiedlichen Wirkung von Licht auf unseren Körper zu tun.

Licht hat mehr oder weniger drei Wirkungen auf uns. Da ist zunächst einmal die biologische Wirkung: Denn Licht steuert unsere innere Uhr. Dann brauchen wir das Licht, um sehen zu können, um Farben überhaupt wahrzunehmen. Und schließlich gibt es eine dritte Wirkung: die emotionale Wirkung. Nur wenn das Licht stimmt, fühlen wir uns wohl. Weiterlesen

Warum alte Bücher erst restauriert und dann digitalisiert werden

„Bitte kühl und trocken lagern, sonst nehmen sie Schaden“. Was sich wie ein Tipp zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln anhört, gilt hier für Bücher. Denn je höher die Temperatur, desto schneller altert das Papier, weil jede Temperaturerhöhung die chemischen Prozesse beschleunigt, die der Alterung zugrunde liegen. Und je höher die Luftfeuchtigkeit, desto günstiger sind die Wachstumsbedingungen für schädliche Mikroorganismen. Schimmelpilze und Stockflecken in Büchern sind die Folge.

In der Universitäts- und Landesbibliothek in Düsseldorf lagern Bücher deshalb bei einer konstanten Temperatur von 18 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von maximal 55 Prozent. Weiterlesen

Was der Durst texanischer Krötenechsen mit dem Verteilen von Schmierstoffen im Automotor zu tun hat

Die texanische Krötenechse hat eine besondere Fähigkeit: Um ihren Durst zu stillen, muss sie keine Wasserstelle aufsuchen, sondern sie kann Flüssigkeit über die Haut aufnehmen. Mit mikroskopisch kleinen Kanälen zwischen ihren Schuppen sammelt sie kleinste Wassermengen z. B. aus feuchtem Sand. Die feinen Kanäle transportieren das Wasser schließlich zum Maul. Der gerichtete Feuchtigkeitstransport ist eine Anpassung der Echse an einen extrem trockenen Lebensraum.

Forscher der RWTH Aachen haben die Geometrie dieser Kanäle auf der Haut feuchtigkeitserntenden Echsen untersucht und erfolgreich auf Kunststoff- und Metalloberflächen übertragen. Die neuartigen Oberflächenstrukturen ermöglichen es, Flüssigkeiten passiv und energieneutral in eine Richtung zu transportieren – sogar entgegen der Schwerkraft.

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